Der Rassestandard

FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE (FCI)

FEDERATION CYNOLOGIQUE INTERNATIONALE (FCI)

SECRETARIAT GENERAL 14, Rue Leopold II - 6530 THUIN (Belgique)

 

NEDERLANDSE SCHAPENDOES

(Niederländischer Schapendoes)

 

Ursprung:

 Niederlande (November 1989)

 Übersetzung:

 Herr Harry Hinckeldeyn und Dr. J.-M.-Paschoud

Verwendung:

Der Schapendoes ist ein normal und harmonisch gebauter Hirtenhund mit einem lebhaften, aufmerksamen und mutigen Charakter. Er ist intelligent und wachsam. Gegenüber vertrauten Menschen entwickelt er große Zuneigung und Treue.

Klassifikation FCI:

Gruppe I, Selektion 1, ohne Arbeitsprüfung.

Kopf und Schädel:  

Die üppige Behaarung macht den Kopf größer, insbesondere breiter, und der Schädel erscheint viel tiefer als er ist. Der Schädel ist beinahe flach mit mäßiger Stirnfurche und stark betonten Augenbrauenbögen.  Er ist ziemlich breit im Verhältnis zu der Länge. Die Breite ist ein wenig größer als der Abstand zwischen dem Stop und dem Hinterhauptsbein. Der Fang ist kürzer als der Abstand zwischen dem Stop und dem Hinterhauptsbein. Die Nasenlinie liegt wenig tiefer als die Schädellinie und der Stop ist mäßig ausgebildet. Stark vorspringende Jochbögen. Der Fang wird nur wenig schmäler, bleibt tief und endet breit und nur leicht abgerundet. Von der Seite gesehen muß bei geschlossenem Fang der Unterkiefer deutlich zu sehen sein.  

 

Augen:

Die Augen sind ziemlich groß, rund und liegen normal in der Augenhöhle. Sie sind mehr vorne am Kopf als seitlich platziert. Die Farbe ist braun. Die Augen sollten nicht den Eindruck erwecken, schwarz zu sein. Das Weiße des Auges sollte nur bei starkem Aufwärtsblicken sichtbar sein. Der Ausdruck ist offen, ehrlich und lebendig. Form, Farbe und Ausdruck sind charakteristisch für die Rasse.

 

Gebiss:

Normal entwickeltes Scherengebiss.

Ohren:

Diese sind ziemlich hoch angesetzt, nicht groß, nicht fleischig und hängen frei, aber nicht dicht am Kopf herab. Sie sind lang behaart und beweglich, sollen aber die Schädellinie nie überschreiten.

 

Hals:

Der Kopf wird durch einen starken und trockenen Hals hoch getragen.

Rumpf:

Der Schapendoes ist ein wenig länger als hoch. Das Skelett ist leicht, biegsam und elastisch. Die Rippen sind mäßig bis gut gewölbt und reichen weit nach hinten. Die Brust ist tief, die Bauchlinie nicht stark aufgezogen. Die Rückenlinie ist über der stark muskulösen Lendengegend gewölbt.

 

Vorhand:

Die Vorderläufe sind gerade und leicht gebaut. Die gute Winkelung der Vorderläufe soll die Vorbrust betonen. Der Vordermittelfuß ist elastisch.

Hinterhand:

Gut schräg liegendes Becken. Die Hinterläufe sind im Sprunggelenk mäßig gewinkelt und gut bemuskelt. Kurzer Hintermittelfuß.

 

Pfoten:

Die Pfoten sind ziemlich groß und elastisch; sie haben eine breite, ovale Form. Die Zehen sind eng aneinander liegend. Die Ballen sind dick und elastisch mit reichlich Haar dazwischen. Afterkrallen sind erlaubt.

Rute:

Die Rute ist lang, gut behaart und befedert. Die Art und Weise, wie der Hund seine Rute trägt, ist für die Rasse charakteristisch. In der Ruhe hängt sie tief. Im Trab wird die Rute ziemlich hoch getragen und schwingt gebogen deutlich hin und her. Im Galopp streckt sie sich waagerecht. Beim Springen dient die Rute unverkennbar zum Steuern. Wenn der Hund aufmerksam ist, ist die Rute manchmal stark aufgerichtet. Sie sollte jedoch nie steif über dem Rücken getragen werden.

 

Haarkleid:

Der Schapendoes hat ein dichtes Haarkleid mit genügend Unterhaar. Die Haare sind lang, gut sieben Zentimeter oder mehr im Bereich der Hinterhand. Sie sind nicht glatt, sondern leicht gewellt. Ausgesprochenes Kurzhaar ist nicht zulässig. Die Haare wachsen dicht aneinander, sie sind dünn und trocken, vor allem aber nicht seidig. Das Haarkleid hat die Neigung, da es lang ist, in Büscheln abzustehen, wodurch der Schapendoes besonders hinten einen großen Umfang hat. Der Schapendoes hat einen mächtigen Haarschopf, Schnauz und Bart.

Farbe:

Alle Farben sind zulässig. Bevorzugt wird jedoch ein Blaugrau bis Schwarz.

 

Gangart:

Da der Schapendoes bei seiner Arbeit mehr galoppiert als trabt, muss seine Gangart leichtfüßig und federnd sein, ohne überflüssigen Energieverbrauch. Er muss gut springen und schnell wenden können.

Widerristhöhe:

Für Hündinnen: 40 bis 47 Zentimeter, für Rüden: 43 bis 50 Zentimeter.

Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Ausschließende Fehler:

Ein Schapendoes, der sich im Ring ängstlich oder (und) hinterhältig verhält, wird weder platziert noch qualifiziert.

Anmerkung:

Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

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